Bedeutung von Land- und Milchwirtschaft:

Distanz zum Verbraucher wächst

Im Mai 2017 wurde auf der Seite DIALOG-Milch.de die mit Spannung erwartete Forsa-Umfrage zu „Meinungen und Einstellungen der Bürger zur Milchwirtschaft in Deutschland 2017“ veröffentlicht. Die Umfrage zeigt Veränderungen in der gesellschaftlichen Wahrnehmung auf, die vielfach schleichend und deshalb ansonsten weitgehend unbemerkt ablaufen.

Eine der Fragen zielte auf die generelle „Bedeutung der deutschen Landwirtschaft im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen in Deutschland“. Hier sank die Zahl derjenigen, für die Landwirtschaft „viel wichtiger“ beziehungsweise „etwas wichtiger“ als andere Branchen ist, seit der letzten Befragung im Jahr 2015 von 41 auf 39 beziehungsweise von 33 auf 32 Prozent. Dagegen stieg der Anteil derjenigen, aus deren Sicht die Landwirtschaft „weder wichtiger noch unwichtiger“ ist, von 20 auf 23 Prozent an.

Eine weitere Frage befasste sich mit der Bedeutung der Milchwirtschaft selbst. Hier zeigte sich ein ähnliches Bild: Die Milchwirtschaft ist heute nur noch für 34 Prozent der Befragten sehr wichtig (2015: 36 Prozent). Während 2015 und 2017 jeweils 50 Prozent der Befragten angaben, die Milchwirtschaft sei im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen „wichtig“, stieg der Anteil derjenigen, für die die Milchwirtschaft 2017 „weniger wichtig bzw. unwichtig“ war, von 13 auf jetzt 16 Prozent an.

Die Lücke zwischen der landwirtschaftlichen Urproduktion und den hier erzeugten Lebensmitteln einerseits und den im Supermarktregal angebotenen, vielfach weiterverarbeiteten Produkten andererseits, scheint damit weiter zu wachsen.