Milchprodukte gehören für die weitaus überwiegende Anzahl der Personen, die für die diesjährige Forsa-Umfrage befragt wurden, zu den regelmäßig gekauften Lebensmitteln. Bei dem Vergleich der Jahre 2017 und 2015 werden nur sehr geringe Unterschiede erkennbar. 2017 kauften regelmäßig

Produkt 2017 2015
Käse: 91 Prozent (2015: 89 Prozent)
Butter: 80 Prozent (2015: 82 Prozent)
Joghurt: 80 Prozent (2015: 81 Prozent)
Quark: 61 Prozent (2015: 59 Prozent)

Drei Prozent der Befragten kauften 2017 überhaupt keine Milchprodukte (2015: 2 Prozent).

Für 77 Prozent der Befragten spielte es bei dem Kauf von Milchprodukten 2017 eine sehr große (41 Prozent) oder große (36 Prozent) Rolle, dass die Milch ohne Gentechnik hergestellt wurde. Für 13 Prozent spielte dies eine nicht so große und für weitere neun Prozent keine Rolle. Als weniger entscheidend beim Kauf bewerten die befragten Verbraucher den Preis: Er spielte nur für vier Prozent eine sehr große und für 31 Prozent eine große Rolle, für 48 Prozent dagegen eine nicht so große und für 16 Prozent keine Rolle. Kurz gesagt: Nachhaltigkeitsaspekte wie beispielsweise die Herstellung von Produkten ohne Gentechnik werden wichtiger eingestuft als der Preis.

Interessant sind auch die Angaben zu dem Kauf von Milch bzw. Milchprodukten aus biologischer Herstellung. Der Anteil von Biomilch an der Kuhmilchanlieferung hat sich zwar von 2,3 Prozent in 2015 auf 2,5 Prozent im Jahr 2016 erhöht[1]. Dieser Anteil stimmt aber nicht mit den im Jahr 2017 angegebenen Kaufpräferenzen überein, nach denen 14 Prozent immer, 30 Prozent meistens und 41 Prozent ab und zu Milch oder Milchprodukte aus biologischer Herstellung kaufen. Dies zeigt, dass die biologische Milcherzeugung zwar vielfach positiv gesehen wird, der Verbraucher aber beim Einkauf in der Regel dennoch zum konventionell erzeugten Milchprodukt greift.

[1] http://milchindustrie.de/marktdaten/erzeugung/milchanlieferung-biomilch/