Durchschnittlich noch 6,24 Milchviehhalter pro Gemeinde

Strukturwandel, Wachstum, Konzentration, Spezialisierung – mit diesen Schlagworten lässt sich die Entwicklung charakterisieren, die in den vergangenen Jahrzehnten in den meisten Wirtschaftszweigen und damit auch in der Landwirtschaft zu beobachten war. Während aber die „Tante-Emma-Läden“, die es früher in fast jedem Dorf gab, heute fast vollständig verschwunden sind und die fünf „Großen“ am Lebensmittelmarkt rund 90 Prozent des Gesamtvolumens abdecken, gab es im Jahr 2016 in Deutschland immerhin noch 69.174 landwirtschaftliche Betriebe mit Milchviehhaltung.

Allerdings ist es auch in der Landwirtschaft zu enormen Veränderungen gekommen, die sich unter anderem mit stark ausgeprägten Preisschwankungen an den Märkten, mit der Abwanderung von Arbeitskräften in die Industrie und mit der zunehmenden Mechanisierung und Spezialisierung der Betriebe erklären lassen. So gab es 1995 in Deutschland insgesamt noch 555.100 landwirtschaftliche Betriebe, 195.580 dieser Betriebe hielten Milchvieh. Laut der letzten Agrarstrukturerhebung waren davon im Jahr 2016 nur noch 276.100 landwirtschaftliche Betriebe und 69.174 Milchviehhalter übrig. Auch wenn dieser Rückgang gravierend ist: Bei insgesamt 11.092 Gemeinden in Deutschland entspricht das im Durchschnitt immer noch knapp 25 landwirtschaftlichen Betrieben und 6,24 Milchviehhaltern pro Gemeinde (Quellen: Statista, ZMB-Jahrbuch Milch).

Landwirtschaftliche Betriebe und Milchviehhalter in Deutschland:
Entwicklung seit 1995 im Überblick

Jahr

Zahl Betriebe
insgesamt
Zahl
Milchviehhalter
Ø Zahl Milchkühe
pro Betrieb

1995

555.100

195.580

26,7

2001

448.900

131.807

34,5

2005

396.600

110.400

38,4

2007

374.500

101.202

40,2

2009

360.000

  97.431

43,2

2010

299.100   93.497 44,7

2011

293.900   87.162 48,1

2012

288.200

  82.865

50,6

2013

285.000

  80,900 53,7

2014

286.800

  77.700

55,5

2015 280.800   74.800

57,3

2016 276.100   69.174

60,1