Milchkühe: drei Viertel des Bestands in fünf Bundesländern

Bei der Verteilung der Milchkühe in Deutschland gibt es deutliche regionale Schwerpunkte. Im Ranking der Bundesländer steht Bayern vor Niedersachsen ganz vorne, gefolgt von Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. In diesen fünf Bundesländern werden gut drei Viertel aller deutschen Milchkühe gehalten. Gründe für die Schwerpunktbildung liegen u. a. in der Topographie (z. B. Alpenvorland und Mittelgebirge, wo Ackerbau erschwert ist) und den vorherrschenden Bodenbedingungen. So werden beispielsweise die zwar fruchtbaren, aber schwer zu bearbeitenden Marschböden an der Nordseeküste vorrangig als Weiden bzw. zur Produktion von Grundfutter genutzt[1]. Die Zahl der insgesamt in Deutschland gehaltenen Milchkühe lag 2014 bei 4.295.680 Tieren, 2015 bei 4.284.639 Tieren und 2016 bei 4.217.700 Tieren (jeweils im November)[2].

Zahl der Milchkühe nach Bundesländern (Stand: November 2016)

  2016
Bayern 1.198.397
(28,41 %)
Niedersachsen 860.932
(20,41 %)
Nordrhein-Westfalen 417.214
(9,89 %)
Schleswig-Holstein 393.686
(9,33 %)
Baden-Württemberg 343.720
(8,15 %)
Sachsen 183.376
(4,35 %)
Mecklenburg-Vorpommern 172.132
(4,08 %)
Brandenburg 151.808
(3,60 %)
Hessen 140.212
(3,32 %)
Sachsen-Anhalt 119.751
(2,84 %)
Rheinland-Pfalz 113.621
(2,69 %)
Thüringen 103.604
(2,46 %)
Saarland 14.230
(0,34 %)
Bremen 3.739
(0,09 %)
Hamburg 1.149
(0,03 %)
Berlin 129
(0,003 %)

[1]           Bäurle, H., und Tamásy, C., 2012: Regionale Konzentrationen der Nutztierhaltung in Deutschland. Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA) Universität Vechta. Mitteilungen, Heft 79. https://www.uni-vechta.de/fileadmin/user_upload/ISPA/Publikationen/ISPA_ Mitteilungen/ISPA_Mitteilungsheft_79.pdf

[2]           Statistisches Bundesamt, Fachserie 3, Reihe 4.1, November 2016